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Kindermusiktheater Geige

In diesem Gastbeitrag schreibt unsere Gastautorin Johanna Weinberger über ihre Sicht auf unsere Verantwortung gegenüber den Generationen, die nach uns kommen. Als Erzieherin und Mutter von drei Kindern geht sie darauf ein, wie es uns gelingen kann, über unser eigenes Verhalten nachzudenken. In Ihrem Kindermusiktheater geht es vor allem um die Liebe zum Menschen und der Natur. Liebe Johanna: deine Bühne!

Der Weg zum Kindermusiktheater: wie alles begann.

Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich schon als Kind auf der Bühne stehen wollte.  Ich hatte immer das Gefühl, dass ich meine Gedanken und Ideen in die Welt hinausbringen will. Vor sechs Jahren gründete ich das „Hurra Musiktheater für Kinder“ und bin mit meinen Geschichten und Liedern seitdem unterwegs auf Festivals, Festen, Kindergeburtstagen und in Kindergärten.

In welch einer Welt möchten wir leben?

Als Tochter von Biobauern, gelernte Erzieherin und vor allem als Mutter von drei Kindern bin ich täglich mit der Frage konfrontiert: In welch einer Welt will ich leben? Schon oft, führen wir morgens am Küchentisch philosophische Gespräche über das Leben. Wie wollen wir leben? Wovon ernähren wir uns? Welchen Beitrag können wir leisten, um die Welt besser zu machen und die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen zu verhindern? Dies alles hat Einfluss auf meine Arbeit als Künstlerin. 

Kindermusiktheater Aufführung

Pure Unterhaltung ist mir zu wenig. Ich möchte meine Arbeit auf der Bühne dafür nutzen, Menschen zum Nachdenken anzuregen. Prägend ist in all meinen Stücken die Liebe zum Menschen und der Natur.

Nur wenn wir uns unserer Liebe zu uns selbst und der Natur bewusst sind, fühlen wir unsere Verantwortung und sind motiviert über unser Verhalten nachzudenken.

Johanna, Erzieherin und verantwungsbewusste Mutter

In allen Stücken gibt es Lieder zum Mitsingen und immer gibt es auch kleine Szenen zum Mitmachen. Ich bin mir ganz sicher, dass die kleinen und großen Zuschauer*innen durch das Mitmachen meine Geschichten noch viel intensiver erfahren. 

Alles, worüber wir uns als Menschen Gedanken machen dürfen.


Alles, was in den Geschichten geschieht, steht sinnbildlich für das, was auch uns täglich widerfährt. Es geht um Angst, Mut, Müll, Freundschaft und die Natur. Es geht um alles, worüber wir uns als Menschen Gedanken machen dürfen.

Der Alltag inspiriert mich und gibt mir Impulse für neue Geschichten.

Nachhaltiges Theater: „Müllmo und die Blume“

Beim Stück „Müllmo und die Blume“ habe ich den Versuch gestartet, die komplette Ausstattung aus bereits vorhandenen Gegenständen zu bauen. Das heißt, nichts sollte dafür neu gekauft werden. Bis auf vier Klappscharniere ist mir dies auch gelungen.  Ich habe über Wochen Dinge bei Bekannten und auch aus meinem Lager zusammengesucht und daraus alle Requisiten und Puppen hergestellt. Ich habe sogar einen nicht mehr benötigten Geigenbogen bekommen, der nun sehr zuverlässig über die einzige Saite des Seifen-Kanister-Kontrabass streicht. Die Puppen sind aus Pappmaché gefertigt. Die Kleider und Haare der Figuren sind aus alten Woll- und Stoffresten von  meiner Oma gebastelt.

Kindermusiktheater Bühne

Kindermusiktheater: mit wenig Materiellem das Publikum begeistern.

Auch bei der Ausstattung meiner anderen Stücke lege ich großen Wert darauf, dass ich mit natürlichen Materialien und vor allem auch wenig Dingen auskomme. Die Puppen und ihre Geschichten ziehen die Kinder in ihren Bann. Meine Gitarre habe ich bei jedem Stück dabei. Das gemeinsame Singen bereitet mir eine ungeheure Freude. Und wenn ich sehe, wie Menschen jedes Alters freudig mitmachen, geht mir das Herz auf.

Im Stück „Humpidi und der Muthase“ fürchtet sich der Hase so sehr, dass er das ganze Stück über in einem Busch versteckt bleibt. Humpidi befragt alle Tiere im Wald nach einem Rezept gegen die Angst. Nichts klappt. Am Ende hilft nur eins: Der Hase muss neuen Mut fassen.

Sich in kniffeligen Situationen selbst Mut machen.

Dafür gibt es ein Mutlied. Aus Erzählungen weiß ich, dass Kinder dieses Lied nach den Vorstellungen lange vor sich hin singen und sich in kniffeligen Situationen damit selbst Mut machen. Solche Rückmeldung motivieren mich. Genau dafür schreibe ich meine Geschichten.

Der Reizüberflutung des Alltags entkommen wir im Kindermusiktheater.

In unserem Alltag sind wir oft vielen Reizen ausgesetzt. Werbung, Plakaten, Fernsehen, Lärm. So vieles umgibt uns. Mit meinen Stücken möchte ich entschleunigen. Ganz bewusst versuche ich, meine Darbietungen aufs Wesentliche zu reduzieren. Keine krassen Effekte, keine wildes Aufwirbeln. Da ist der Angeber-Fuchs, der Saltos schlägt, schon das Wildeste, was passiert.  Mehr muss nicht sein.

Ich möchte kleine Inseln schaffen, für kleine und große, junge und alte  Zuschauer*innen.

Damit wir nicht verlernen, innezuhalten, um den Wert all dessen zu erkennen, was uns umgibt.

Nimm Kontat auf mit Johanna:

Mehr Informationen zu den Stücken und über die Autorin Johanna gibt es hier: www.hurra-projekte.de

Buchungsanfragen nimmt Johanna gerne unter Ihrer Mail johanna-weinberger@web.de entgegen.


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